Samstag, 17. Dezember 2011

KVARTAL Schiebegardienensystem von IKEA: Kastastrophale Beschreibung

Der eine oder andere kennt evtl. das Schiebegardinen-System KVARTAL von IKEA und hat es bei sich selbst schon montiert oder ist an der Montage gescheitert. Auf jeden Fall ist das das 1. Teil des schwedischen Möbelhauses, wo ich auch bald verzweifelt wäre. Die Anleitung und das, was tatsächlich in der Packung ist, stimmen nicht überein. Das betrifft sowohl die Schienen als solche, als auch die Wandbeschläge.

Ich muss dringend davon abraten sich als ungeübter allein oder mit Laien an der Montage zu versuchen. Planen Sie außerdem mind. 2 bis 3 Stunden ein - je nach Länge der Stange insgesamt. Holen Sie sich fachmännische Hilfe ins Haus und bleiben Sie ruhig - egal was passiert.

Problem ist: Desto mehr Stangen aneinandergefügt werden sollen (bei mir 4 1/2) desto schwieriger ist es, die Stange an der Wand zu montieren. Besonders ärgerlich sind aber die Verbindungsstücke. Sind Bohrlöcher und Verbindungsstücke in der Schiene nicht an der gleichen Position - und zwar auf den mm genau - beginnt die Fummelei.

Wir brauchten für 2 Räume (1x 5m und 1x 3m) jeweils 3 Stunden. Eine Beschwerde bei IKEA, bzgl. der unmöglichen Konstruktion und der falschen Bedienungsanleitungen, verhallte selbstverständlich unbeantwortet. Der Kunde wird schlichtweg ignoriert.

Jetzt ist die Schiene zwar dran, aber ein 2. Mal würde ich das keinesfalls machen!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Picasa 3.9 mit neuen nützlichen Funktionen ist da!

Picasa 3.9 ist da! Nach langer Zeit gab es am 8. Dezember 2012 endlich wieder ein Update für den heimlichen Star unter den kostenlosen Bildverwaltungs- und Bildbearbeitungsprogrammen.

3 große Neuerungen hat das Update im Gepäck:
  • 24 neue Fotoeffekte
  • direkte Upload-Funktion zu Google+
  • "Seite-an-Seite"-Fotovergleich
Alte Funktionen bleiben erhalten, sind aber standardmäßig ausgeblendet. So z. B. BlogThis!, Collage und Film.

Hier geht es zur offiziellen Picasa-Download-Seite: http://picasa.google.com 

Und nun viel Spaß mit Picasa 3.9

Freitag, 9. Dezember 2011

Ärger mit der Telekom? Nehmen Sie einfach diese Nummer!

Sie haben seit Wochen oder gar Monaten Probleme mit der Telekom? An der normalen Hotline hört Ihnen niemand zu oder Sie bekommen dort keinerlei Hilfe? Ihre E-Mails werden nicht oder ausweichend beantwortet? Nichts geht vorwärts? (V)DSL defekt und Sie werden nur vertröstet? Telefon tot und die Techniker kommen nicht aus dem Knick? Versprochene Gutschriften fehlen auch auf der 2. Rechnung nach gemachter Zusage?

Versuchen Sie doch mal die 0228/1810. Das ist die Zentrale der Telekom in Bonn. Lassen Sie sich von den netten Damen dort einfach mit dem "Kundencenter des Vorstandes" verbinden, tragen Sie Ihre Problematik sachlich aber bestimmt vor und bitten Sie um Unterstützung. Man kann Ihnen dort sicher besser helfen.

Auch ich musste diesen Service schon 2x innerhalb von 3 Jahren in Anspruch nehmen, weil die normale Hotline (0800 330 1000) einfach unfähig war. Der Weg über Bonn führte dann jeweils innerhalb weniger Tage zum gewünschten Ergebnis. Komisch, oder?

Freitag, 4. November 2011

Telekom Entertain - am besten nur mit VDSL50

Was mich an Telekom Entertain begeistert, ist der Receiver MR303, welcher im 1. Jahr kostenlos ist und ab dem 2. Jahr nur 4,95 Euro pro Monat kostet. Ab dem 3. und 4. Jahr wird er immer günstiger in der Miete. Stellt man Kauf- und Mietpreis gegenüber, treffen sich beiden Linien nach 7 Jahren. Also eine sehr günstige Variante, wenn man das Gerät mietet. Bei Problemen wird es kostenlos ausgetauscht.

Das Gerät ist eine tolle Alternative zu Twin-Kabelreceivern, die extrem teuer sind und nicht die Benutzungsvielfalt des MR303 der Telekom besitzen. Mit VDSL50 lassen sich z. B. 4 SD-Sender gleichzeitig aufnehmen. Bei HD-Sendern sind es immerhin 2.

Die Platte hat eine Größe von 500GB und bietet Platz für mehrere Hundert Stunden Filmaufnahmen. Aufnahmen lassen sich komfortabel planen - auch von unterwegs mit einem Android-Smartphone (z. B. dem HTC).

Derzeit gibt es gute Angebote für Entertain-Neukunden, wozu auch (V)DSL-Bestandskunden zählen! Ich kann Entertain Comfort wärmstens weiterempfehlen. Allerdings nur, wenn VDSL50/VDSL25 verfügbar ist. DSL16+ reicht zwar auch, dann können aber max. nur 2 Sendungen gleichzeitig aufgenommen werden (kein HD). Wer mehr als 1 Fernseher im Haushalt hat, sollte also mind. auf VDSL25 setzen oder die Finger von Entertain lassen.

Montag, 24. Oktober 2011

Wer Schiller nah sein möchte: Er liegt unter dem Jakobskirchhof zu Weimar

Wie man vor einigen Jahren mit DNA-Tests feststellte, lagen in Schillers Sarg nicht seine Gebeine, sondern die eines Fremden.

Für mich war sofort klar: Dann wurden Jahre nach Schillers Tod die falschen Knochen und Schädel aus dem Kassengewölbe unter dem Jakobskirchhof exhumiert und seine sterblichen Überreste gingen verloren, als der Kirchhof Mitte des 19. Jahrhunderts teilweise (inkl. Kassengewölbe) eingeebnet wurde. So sieht es heute auch die Wissenschaft.

Wer Schiller die letzte Ehre erweisen möchte: Gehen Sie zum Nachbau des Kassengewölbe-Einganges auf dem Jakobskirchhof in Weimar und halten Sie einen Moment inne. Dann sind Sie ihm wahrlich nahe.

Und besuchen Sie doch gleich noch Frau Christiane Geheimerath von Goethe (geb. Vulpius). Das Grab der lebenslustigen und herzlichen Frau an Goethes Seite befindet sich nur wenige Schritte entfernt.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

"A Night To Remember" auf Straße E in Dresden schließt seine Pforten. Closing-Party am 22.10.2011

Es spukte schon durch die Presse, aber wirklich klare Aussagen bekam man über die Google-Suche nicht. Doch nun ist es amtlich. Nach 11 Jahren endet "A Night To Remember" auf Straße E. Die Veranstaltung hatte schon seit Jahren mit schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen. Noch 2008 war das Haus voll und auch der Schlagerbereich noch offen und sehr gut besucht. Doch dann wurden 2009, 2010 und 2011 mehrere neue Clubs im Innenstadtbereich eröffnet und die Straße E blutete aus, was man auch daran merkte, dass bei "ANTR" immer mehr Floors geschlossen blieben. Zuletzt waren nur noch 2 Floors offen.

Nun das endgültige Aus für viele Veranstaltungen auf der Straße E. Der Bunker wird durch einen neuen Betreiber weitergeführt und bleibt offen. Das Eventwerk (Showboxx/Alte Reithalle) gehört nicht zum Betreiber der Straße E und ist demnach auch nicht betroffen.

Die letzte "A Night To Remember findet lt. Straße E Eventmanagement GmbH, welche am 2. August 2011 Insolvenz anmeldete, am 22. Oktober 2011 statt. Danach ist Schicht im Schacht und eine großes Stück Kulturgeschichte verschwindet aus dem Dresdener Stadtbild. Schade drum.

Sonntag, 4. September 2011

Donnerstag, 11. August 2011

Danbo - die Amazon-Figur aus Japan

Danbo ist eine kleine und sehr liebenswerte Figur aus Japan. Sie ist inzwischen Held vieler Fotostorys und Stop-Motion-Filme auf Youtube und wird in Fotocommunitys in den schönsten und lustigsten Szenen präsentiert.


Wer sich für einen Original-Danbo interessiert, kauft ihn am besten bei diesem japanischen eBay-Händler. Pro Danbo kommen ca. 7,50 Euro Zoll hinzu, der von der Post bei Übergabe an den Empfänger kassiert wird, wenn man sich den Danbo per Express zusenden lässt (ca. 3 Tage bis zum Zoll in Frankfurt und dann noch 8 Tage bis zur Zieladresse). Ohne Express dauert es ca. 2 Wochen und es wird evtl. kein Zoll fällig (ist unterschiedlich).


In Zukunft werdet ihr hier viel von Danbo lesen und sehen! Auch an einem Stop-Motion-Film arbeite ich gerade. Lasst euch überraschen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Die Qual der Wahl: Welche digitale Kompaktkamera soll es sein? Nikon, Canon oder Sony?

Wer derzeit nach einer aktuellen digitalen Kompaktkamera sucht, sei es für den Urlaub oder als Zweitkamera für unterwegs, der hat die Qual der Wahl. Dennoch hoffe ich, mit meinem Bericht die Auswahl etwas erleichtern zu können.

Was sollte die Kamera bieten?
  • Großen Weitwinkel für Gruppen-, Stadt-, Raum- und Landschaftsaufnahmen (24 bis 28mm)
  • GPS (mit Picasa lässt sich später beim anklicken eines jeden Fotos der Aufnahmestandort auf einer Karte betrachten)
  • Große Blitzreichweite
  • Lange Akkulaufzeit (wenigstens 300 Fotos bis der Akku schlapp macht)
  • Zwischen 10 und 16 Megapixel, die unbedingt abstufbar sein sollten (also z. B. auch nur 10MP einstellen können, obwohl die Kamera 16MP anbietet)
  • Sehr gute Bildqualität
  • Umfangreiche Einstellmöglichkeiten (auch P- und M-Modus für Fortgeschrittene Fotografen)
  • Wenigstens 10-facher Zoom, um auch mal ein paar Details fotografieren zu können, an die man evtl. nicht näher herankommt
  • Optional: Full HD Videoaufnahmen (nutze ich selbst nicht, kann aber sicher mal nützlich sein)
  • Verschiedene Automatik-Aufnahme-Szenen für bestimmte Situationen (Schnee, Strand, Feuerwerk, Kinder, Tiere, Strand usw.) für Leute, die erst mit der Fotografie beginnen und mit M und P auf dem Wählrad noch nichts rechtes anfangen können
  • Großes Display mit Einstellungsmöglichkeit für die Helligkeit, damit man auch bei Sonnenlicht erkennt was man fotografiert
All das sollte eine gute moderne Kompaktkamera haben. Doch welche kommt da in Frage?

In den letzten 10 Tagen habe ich jeden Abend unzählige Internetseiten studiert um die optimale Kamera für mich zu finden. Ich war in Internetforen, auf Herstellerseiten, auf unabhängigen Vergleichsseiten, habe mir Kundenbewertungen und Nutzermeinungen durchgelesen, war auf Amazon.de und habe Google bis spät am Abend gequält. Am Ende standen 6 Kameras in der engeren Wahl.

Dies waren:
  • Nikon P300 (ohne GPS, aber mit sehr guter Bildqualität)
  • Nikon S8100 (ohne GPS, aber mit vielen nützlichen Funktionen)
  • Canon PowerShot SX220HS (ohne GPS, aber mit guter Bildqualität)
  • Canon PowerShot SX230HS (mit GPS, aber insgesamt nicht ganz ausgereift)
  • Sony DSC-HX7V (mit GPS, aber nicht ganz so guter Bildqualität)
  • Sony DSC-HX9V (mit GPS, sehr guter Bildqualität und vielen nützlichen Funktionen)
Nachdem ich mir all diese Kameras anhand von Testberichten, Nutzerbewertungen und Vergleichsseiten "angeschaut" hatte, blieben am Ende nur noch die P300 von Nikon und die DSC-HX9V von Sony.

Und auch hier war die Entscheidung schnell gefallen - GPS musste sein. So entschied ich mich letzten Endes für die Sony DSC-HX9V, bei welcher ich außerdem 2 Jahre volle Herstellergarantie habe.

Was bietet die Kamera? Alles was ich oben genannt habe und noch eine ganze Menge mehr! Einfach mal auf Sony.de, im nächsten Laden oder auf Amazon.de anschauen. Die Kamera gibt es derzeit ab rund 300,- Euro. Bei Saturn kostet sie derzeit ebenso viel wie auf Amazon.de. Im Mediamarkt kostet sie 50,- Euro mehr als bei Saturn - was aber regional unterschiedlich sein kann.

Ich hoffe, dass ich ein wenig Entscheidungshilfe geben konnte. Fragen können jederzeit über die Kommentarfunktion gestellt werden!

Finger weg von Panasonic! Kauft mehr von Sony!

Bevor das Geschrei beginnt: Nein, ich arbeite nicht für Sony und habe auch sonst - außer dass ich mit den Produkten mehr als zufrieden bin - nichts mit Sony zu tun.

In den letzten Wochen war ich z. B. auf der Suche nach einer neuen digitalen Kompaktkamera als Zweitkamera für unterwegs, denn ich kann meine EOS 500D nicht immer und überall mitnehmen (Fahrradtouren/Tagesfahrten/Partys).

Also schaute ich mich zunächst nach einer Panasonic DMC-TZ10 um, die ich schon in der Praxis erleben und bestaunen durfte. Leider gab es mein Wunschmodell zum Wunschpreis nur noch gebraucht. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, wenn ich noch Restgarantie gehabt hätte. "Moment!" werden jetzt einige sagen. Ja, wenn die Kamera erst ein paar Monate alt ist, müsste man noch Garantie haben, nicht aber bei Panasonic.

Die Garantie ist bei Panasonic nicht Geräte-, sondern Erstbesitzer-Gebunden! Verkauft der Erstbesitzer seine Panasonic-Kamera weiter (auch wenn er sie erst 1 Monat hatte), erlischt die Garantie gegenüber Panasonic (inkl. Gewährleistung!). Kein Witz. Steht so in den Panasonic-Garantiebedingungen und wurde mir auch an der Panasonic-Hotline gesagt, die zudem sehr unfreundlich und kurz angebunden war.

Also schaute ich mich nach neueren Modellen um und landete schließlich bei der Sony DSC-HX9V. Da ich schon einen Sony-Fernseher besitze, mit dem ich bis jetzt sehr zufrieden bin, kam die Vorauswahl nicht von ungefähr. Aber es wurde noch besser.

Sony bietet für alle seine Geräte statt 1 Jahr ganze 2 Jahre volle Garantie (nicht nur Gewährleistung), wenn man das Produkt bei einem Sony-Partner kauft (Amazon.de gehört auch dazu) und den Artikel innerhalb von 8 Wochen nach Kauf auf Sony.de registriert. Und es kommt noch besser.

Die Garantie bei Sony ist nicht Erstbesitzer-Gebunden, sondern Geräte-Gebunden! Bedeutet: Wer seinen Sony-Artikel weiterverkaufen will kann dem neuen Besitzer sagen, dass er die Garantie im vollen Umfang übernimmt und dafür nur bei Sony anrufen und seine Daten durchgeben muss. Das war es. Das kann den Wiederverkaufswert eines gepflegten Sony-Produktes erheblich steigern.

Und jetzt noch das Sahnehäubchen. Für 60,- Euro bietet Sony seit dieser Woche Montag auch für digitale Kameras (Spiegelreflex und Kompakt) eine Aufstockung der vollen Garantie auf 5 Jahre an. Macht durchschnittlich 20,- Euro pro Jahr (3., 4. und 5. Jahr). Außerdem erhöht sich auch hier der Wiederverkaufswert beträchtlich, denn auch diese käufliche Garantie ist an den nächsten Besitzer übertragbar und nicht Personen-Gebunden!

Und auch an der Hotline wurde ich bis jetzt immer höflich und zuvorkommend behandelt - egal worum es ging! Also bis jetzt hat Sony 10 von 10 Sternen bei mir, während Panasonic nur 1 von 10 bekommt.

Vielleicht habe ich bei euch nun auch die Lust auf Sony-Produkte geweckt. Es lohnt sich wirklich!

Sonntag, 17. Juli 2011

Meister Gottfried von Straßburg: Gottinne Minne


Ein bette in mitten inne was
gesniten schône und reine
ûz cristallînem steine
hôch unde wît, wol ûf erhaben,

alumbe ergraben mit buochstaben,
und seiten ouch die maere,
daz ez bemeinet waere
der gottinne Minne.

 

Meister Gottfried von Straßburg (Codex Manesse)
(um 1210) ( um 1215)

Musikalische Version: Qntal - Gottinne Minne (Tristan und Isolde)

Freitag, 15. Juli 2011

Scott Kelbys Photoshop CS5: Vorher-Nachher-Ergebnis

Dank dem Buch "Scott Kelbys Photoshop CS5: Für Digitalfotografie" konnte ich endlich umfangreiche Experimente mit dem gleichnamigen Programm starten. Das habe ich zwar schon länger, aber bisher mit eher mäßigem Erfolg.

Am 9. Juli war ich zur Sommernacht der Museen hier in Dresden. Mein 1. Museum war das Asisi-Panometer in Dresden-Reick mit der Ausstellung "Dresden 1756". "Amazonien" in Leipzig habe ich bereits im April gesehen.

Als ich danach wieder herauskam und mit der Museumslinie weiterfahren wollte, sah ich eine Ruinenfassade vom Panometer Dresden. Ich fotografierte sie im RAW-Format (raw = roh).


Daheim probierte ich nun mit Hilfe des Buches ein wenig an diesem Bild herum (RAW Converter 6.4.1) und heraus kam dieses tolle Bild - mit nur wenigen Handgriffen. Wirkt tatsächlich als wäre es später Abend und als würde die Ruine von einzelnen Scheinwerfern angestrahlt die zwischen Bäumen oder Büschen stehen:


Das Buch kostet knapp 40,- Euro und ist in jedem guten Buchladen zu finden bzw. kann dort bestellt werden. Eine wirklich lohnende Investition!

Das Buch gibt es auch bei Amazon.de

Sonntag, 10. Juli 2011

If that high world

Wenn Lieb' in jenen Welten blüht,
Die über Sternen ewig währen,
Wenn dort das teure Herz noch glüht,
Dieselben Augen, ohne Zähren, -
Wie schön die unbetretnen Sphären!
Wie süß zu sterben vor der Zeit,
Daß Angst und Trauer sich verzehren
In deinen Strahlen, Ewigkeit!

So muß es sein! – nicht für dein Ich
Bebst du vor jener letzten Schranke
Und möchtest fliehn und klammerst dich
Doch an des Daseins morsche Planke.
Die Zukunft – lieblicher Gedanke! -
Gibt Herz dem Herzen einst zurück,
Und dort im Auferstehungstranke
Trinkt Seel' in Seel ein ewig Glück.
George Gordon Noel Byron (1788 - 1824)

Freitag, 1. Juli 2011

Wahnsinn

In jeder großen Trennung
liegt ein Keim von Wahnsinn;
man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
Goethe - Maximen und Reflexionen

Donnerstag, 30. Juni 2011

Richtiges Verhalten während einer Polizeikontrolle

Theoretisch sehen Autofahrer die Notwendigkeit von Verkehrskontrollen durch die Polizei ein, aber wenn es einen selbst trifft ist man schon mal genervt, vor allem wenn man sicher ist völlig korrekt gefahren zu sein - in einem Auto im Topzustand - und getrunken hat man auch nichts. Manche sehen die Polizeikontrolle als persönlichen Angriff, andere werden total nervös wenn sie rausgewunken werden, vor allem wenn die Beamten, wie in manchen Bundesländern inzwischen üblich, die Hand an der Waffe haben.

Damit jetzt nichts schief geht und keine gefährliche Situation entsteht, gibt's ein paar ganz einfache Regeln:

Wenn die Polizisten auf euer Auto zukommen, als Erstes den Motor abschalten und das Seitenfenster öffnen. Macht das Radio aus und, wenn es dunkel ist, die Innenbeleuchtung an. Dann bleibt euch das peinliche „mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchten“ erspart.

Bleibt ruhig sitzen, legt beide Hände gut sichtbar auf das Lenkrad und wartet ab was die Beamten von euch wollen. Abwarten ist das absolut Wichtigste! Völlig falsch in dieser Situation: Unaufgefordert aussteigen oder nach den Papieren wühlen, im Handschuhfach, der Jacke, Tasche oder unter dem Sitz. Die Polizei kann nicht wissen, ob ihr nicht nach einer Waffe greift und ihr wisst nicht, ob nicht vielleicht gerade eine Großfahndung nach einem Schwerverbrecher läuft.

Deshalb: Kündigt an, was ihr tun werdet. Zum Beispiel: „Ich hab meine Papiere in der Innentasche meiner Jacke, die müsste ich jetzt vom Beifahrersitz nehmen“. Vermeidet hektische, schnelle Bewegungen. Wenn ihr nicht allein unterwegs seid, macht auch den Mitfahrern klar, wie sie sich verhalten sollen. Auch wenn die vielleicht was getrunken haben und in Partylaune sind; lasst euch bloß nicht aufhetzen oder nervös machen! Bleibt einfach ruhig und konzentriert. Dann ist so eine Kontrolle in der Regel ziemlich schnell gegessen und ihr könnt wieder tief durchatmen und weiterfahren.

Wer einen Waffenschein (egal ob für Schreckschuss oder Scharfe) besitzt und die dazu gehörende Waffe bei sich am Körper trägt, bzw. im Fahrzeug hat, muss das dem Beamten sofort sagen, bevor dieser eine Leibesvisitation oder Fahrzeugdurchsuchung durchführt und die Waffe selbst entdeckt. Nicht sagen: "He Sie! Ich trage eine Waffe!" Das wirkt provozierend! Besser: "Entschuldigen Sie bitte. Ich besitze einen kleinen Waffenschein und trage die dazugehörige Waffe unter meiner Jacke/unter dem Pullover/habe die Waffe im Handschuhfach." Dann weiß der Beamte sofort, woran er ist! Während ihr das dem Polizisten sagt, unbedingt die Hände ruhig halten und weitere Anweisungen des Beamten abwarten!


Wenn ihr ein reines Gewissen und alle nötigen Papiere habt, kann euch nichts passieren, solange ihr das tut, was der Beamte verlangt. Ich weiß, wovon ich spreche! Und: Ein freundliches und ungezwungenes Lächeln in Richtung Beamter kann nie falsch sein.

Sonntag, 26. Juni 2011

Aktion Mediamarkt vs. Internet - ohne Sinn? Oder gibt es doch einen Vorteil?

Grundsätzlich ist die aktuelle Aktion von MediaMarkt, die noch bis zum 30.06.2011 läuft, nicht schlecht: Man sucht sich auf mediamarkt.de seinen Fernseher aus, geht auf idealo.de um den Preis zu vergleichen, druckt die Seite aus, nimmt sie mit zum nächsten MediaMarkt und bekommt den Fernseher zum billigsten Onlinepreis. Wie gesagt: Grundsätzlich nicht schlecht - im Endeffekt aber sinnlos.

Das Problem ist, dass ich die meisten Fernsehgeräte bei Amazon.de und Cyberport.de (um nur 2 der günstigen Onlineshops zu nennen) ohne Versandkosten bestellen kann und das Fernsehgerät sogar bis hinter die Wohnungstür geliefert bekomme. Was also bringt es, seinen Fernseher im MediaMarkt zu kaufen?

Evtl. 2 Vorteile: 1. Man hat einen Ansprechpartner direkt vor Ort, wobei die Fachberatung doch oft zu wünschen übrig lässt und auch die Mitarbeiter im ServiceCenter nicht immer auf Zack sind.

Und: 2. (wenn man einen Sony-Fernseher kauft): MediaMarkt ist, wie viele Einzelhändler, Mitglied im Sony-Programm. Das bedeutet, dass die Garantie seitens Sony für z. B. einen Bravia-Fernseher um ein weiteres Jahr auf 2 Jahre verlängert wird - ohne Aufpreis oder Haken. Was man dafür tun muss? Den Fernseher bei einem Einzelhändler (z. B. MediaMarkt) kaufen und das Gerät innerhalb von 8 Wochen nach Kauf auf Sony.de registrieren. Das klingt wirklich verlockend, wenn man überlegt, dass ab dem 2. Jahr im Normalfall nur die Gewährleistung greift und eine Garantieverlängerung sonst Geld kostet.

Aber: Amazon, Cyberport-Store (nicht der Onlineshop) und der T-Online-Onlineshop gehören u. a. auch dazu. Somit ergibt sich kein echter Vorteil, wenn man bei MediaMarkt kauft, da es für Fernsehgeräte ab 37 Zoll sowieso einen Vor-Ort-Service seitens Sony und anderen Herstellern gibt.

Samstag, 25. Juni 2011

Bolide oder Weltraumschrott verglüht über Sachsen und die ISS folgt auf dem Fuße - Himmelsaufnahmen vom 24. Juni 2011

Am Abend des 24. Juni 2011 stand ich mit meiner Kamera (EOS 500D) wenige Meter vom Schloss Moritzburg entfernt und richtete das Objektiv (18-55mm) halb auf das Ufer, halb in den Nachthimmel.

Geplant war eigentlich nur eine Langzeitaufnahme von vorbeifahrenden Fahrzeugen. Dann sah ich auch eines, drückte auf den Kabel-Fernauslöser und ließ den Knopf einrasten. Die ersten 10 Sekunden waren völlig unspektakulär, doch plötzlich sah ich einen riesigen Feuerschweif der sich extrem langsam und kerzengerade aus Süden kommend in Richtung Norden bewegte (also hinter dem aufgenommenen Fahrzeug) und dabei stetig an Höhe verlor. Ich schaute wie gebannt auf dieses Schauspiel, welches mind. 10 Sekunden dauerte. Dann verglühte der inzwischen sehr groß gewordene Feuerschweif über dem Moritzburger Wald (Blickrichtung Auer). Nach 32 Sekunden stoppte ich die Bulb-Aufnahme.

Doch damit nicht genug. Wenige Augenblicke später kam aus jener Richtung, in welcher das Objekt kurz zuvor verglüht war, ein gleißend heller weißer Punkt ruhig und gerade in meine Richtung geflogen. Lt. ESA war es tatsächlich die ISS, die ich sah. Ich drückte sofort den Kabelfernauslöser und hielt ihn gedrückt. Leider behinderten mich die Bäume. Ich wechselte schnell die Position, konnte sie jedoch nur noch kurz aufzeichnen, ehe sie am südlichen Horizont (Blickrichtung Dresden) verschwand.


Das 1. Foto zeigt das Objekt, das man sich in der Realität allerdings kräftiger vorstellen muss (ich habe aus der Totalen (18mm) heraus aufgenommen, da ich nicht mit soetwas gerechnet habe). Da es kurz nach dem auftauchen hinter dem Baum verglühte, genügte die Zeit nicht, dass sich der Endpunkt seiner Reise festhalten ließ.

Auf dem Foto ist am oberen Bildrand eine runde rötliche Verfärbung am Himmel zu erkennen. Wahrscheinlich der Eintrittspunkt in die Erdatmosphäre, denn genau dort begann er auch sichtbar zu werden.

Nachtrag vom 28.06.2011: Lt. Expertenmeinungen kann es sich "nur" um einen Boliden oder um Weltraumschrott gehandelt haben. Beides sehr selten dokumentierte Phänomene. Ein Asteroid ist eher unwahrscheinlich. Mit 2011 MD, der 3 Tage später die Erde passierte, hatte die Erscheinung nichts zu tun.

Auf dem 2. Foto die ISS, wie sie ruhig und gerade mit gleichbleibender Lichtstärke (durch die Sonne angestrahlt) Moritzburg überquert.

Mittwoch, 20. April 2011

Trojaner der eine offizielle Handlung des BKA vortäuscht kann entfernt werden.

Es geht schon seit Ende des letzten Jahres durch die Presse und auch im Internet sind die Seiten voll davon: Eine Computersperre die angeblich vom BKA kommt, macht PC und Benutzer fast handlungsunfähig.

Viele geraten beim aufploppen der Vollbild-Meldung in pure Panik. 100,- Euro sollen sie über einen anonymen Bezahldienst überweisen weil sie Kinderpornos angeschaut haben. Andernfalls wird die Festplatte nach 24 Stunden formatiert.

Wie dieser Trojaner auf die Computer gelangt - sprich - auf welchen Seiten sich die Leute dieses Teil einfangen, ist mir persönlich ein Rätsel. Auf jeden Fall geschieht es durch den Download von Programmen auf nicht ganz seriösen Seiten. Und: Besonders Benutzer mit Windows XP scheinen betroffen. Unter Windows 7 wurde dieser Trojaner schon identifiziert und scheint keine Möglichkeit mehr zu haben Schaden anzurichten.

Dennoch sind auch heute noch (über ein halbes Jahr nach den ersten Meldungen) frische Forumeinträge zu finden, wo User um dringende Hilfe bitten, weil sie vom "BKA"-Trojaner erwischt wurden.

Es gibt derzeit mind. 2 mir bekannte Möglichkeiten den Trojaner zu entfernen. 

Zum einen kann man den PC auf einen früheren Zustand zurücksetzen und so den Trojaner entfernen - das soll lt. Foreneinträgen in vielen Fällen erfolgreich gewesen sein. Zum anderen kann man aber auch kostenlose Rettungs-CDs von verschiedenen Anbietern herunterladen und sich auf eine CD brennen. Hier liegt die Erfolgsquote lt. Foreneinträgen auch sehr hoch. Auch wenn man nicht betroffen ist: Es kann nie schaden, sich eine solche CD schon vorab zu brennen. Wenn man sie dann doch nicht benötigt - umso besser. Dabei verliert man auch nur ein paar ct. Besser als wenn die ganze Platte pfutsch ist.

Donnerstag, 14. April 2011

In's rechte Licht gerückt: Software zur Foto-Nachbearbeitung

Wer wirklich gern fotografiert und mit seiner guten Kamera nicht einfach nur "in die Luft schießt" sondern Motive sucht bzw. auf besondere Motive wartet, der kann Verwandten und Bekannten tolle Ergebnisse präsentieren: Der Elefant in Afrika, die alte Dampflok auf Sonderfahrt oder das eigene Haustier in einer komischen Situation.

Doch oft macht einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung oder Wolken reflektieren das Sonnenlicht zu stark. Kein Problem, denn es gibt Software zum nachbearbeiten. So kann man z. b. die Farben auffrischen, das Rauschen fast komplett entfernen oder sich durch das Bild bewegende Objekte entfernen.

Aus 10 Jahren Fotografie möchte ich euch kurz meine persönlichen Software-Favoriten für die Nachbearbeitung vorstellen - jeweils in der tagesaktuellen Version:

Die kostenlose Antwort auf die Adobe Photoshop-Reihe. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber vom Umfang her schon sehr professionell.

Wer oft Gebäude (z. B. Kirchen) fotografiert, wird sich hier und da ärgern, wenn z. B. der Kirchturm schief wirkt. Dieses Freeware-Programm korrigiert schiefe Gebäude vollautomatisch.

Picasa ist von Google und ebenfalls kostenlos. Es ist nicht nur ein super Foto-Verwaltungsprogramm mit GPS-Kartenansicht, sondern korrigiert auch Fotos die mit einer schief gehaltenen Kamera entstanden. Auch Schärfe, Kontrast, Helligkeit und andere Bildeigenschaften lassen sich komfortabel ändern.
Dieses schon etwas ältere Programm reduziert das Rauschen auf Fotos die in der Nacht gemacht wurden. Aber auch im blauen Himmel ist das s. g. Luminanzrauschen oft zu finden.

Mit diesem Programm lassen sich aus den Fotos schöne HDR-Bilder zaubern. In verschiedenen Tests schnitt dieses Tool - in seiner Klasse - am besten ab.

Das ist gewissermaßen der kleine Bruder von Adobe Photoshop CS5 und kostet rund 60,- Euro. Mit ihm lassen sich ebenfalls Fotos komfortabel verwalten. Außerdem bietet er eine Menge Bearbeitungsmöglichkeiten und Filter.

Das Profiprogramm für Fotografen. Für Schüler, Berufsschüler, Studenten und Lehrer gibt es dieses Programm schon ab rund 210,- Euro (mit Nachweis). Lasst es euch von Eltern und Großeltern zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken. Der Rest muss rund 1000,- Euro investieren. Damit lassen sich umfangreiche Änderungen und Verbesserungen an Fotos vornehmen. Es gibt massenhaft Einstellungsmöglichkeiten und Filter.

Freitag, 1. April 2011

VDSL - Speedport W723V oder W920V?

VDSL wird immer beliebter und die Telekom baut es weiterhin zügig aus. DSL-Leitungen hingegen werden nur noch sporadisch bzw. nicht mehr vorangetrieben. Mein DSL-Anschluss gab schon seit Jahren nur max. 3000 her. Ausbaugebiete und Verfügbarkeit

Seit 31. März 2011 bin auch ich stolzer Besitzer einer VDSL50-Leitung. Real erreiche ich damit Downloadgeschwindigkeiten von derzeit bis zu 5.60 MB/s. Das ist noch nicht die Grenze, aber schon verdammt viel.

Für VDSL benötigt man spezielle Hardware. Aktuell bietet die Telekom z. B. das Speedport W723V und das W920V an - letzeres zum Kauf für 199,- Euro oder zur Miete für 3,94 Euro pro Monat (für die ersten 24 Monate). Das W723V gibt es für 149,- Euro zum Kauf und für 2,94 Euro zur Miete.

Doch welches der beiden Geräte soll man nehmen? Meine Meinung stand schnell fest, denn ich hatte mir beide Geräte zusenden lassen um sie zu vergleichen.

Während das W920V aus dem Hause AVM in Berlin kommt (Fritz!Box), wurde das W723V beim chinesischen Unternehmen Huawei Technologies Co. Ltd. in Auftrag gegeben. Und dies spiegelt sich auch in der Qualität wieder. Wer beide Geräte nebeneinanderstellt, anfasst und ausprobiert, wird schnell merken, dass der deutsche AVM-Ableger deutlich besser abschneidet als sein fernöstlicher Kollege.

Das W723V ist zwar etwas neuer, aber definitiv nicht besser als das W920V - ja nicht mal gleich gut. Das ist allerdings nur meine Meinung. Warum? Das W920V macht in folgenden Punkten eindeutig die bessere Figur:
  • Verarbeitung des Gehäuses wirkt deutlich solider, fester und stabiler
  • Es wird nicht so heiß wie das W723V
  • Es bietet mehr Funktionen
  • Die Benutzeroberfläche (speedport.ip) wirkt ordentlicher und moderner
  • Es erreicht minimal höhere Down- und Uploadgeschwindigkeiten und einen besseren Ping
  • Die mitgelieferten Kabel wirken hochwertiger und stabiler
Wer sich für das W920V entscheidet und dies zur Miete nimmt, zahlt auf 2 Jahre gerechnet zwar 24,- Euro mehr, aber für mich spielt in diesem Falle die deutsche Qualität eindeutig die größere Rolle.

Das W723V habe ich heute retourniert und das W920V macht sich gut in meinem Wohnzimmer.

Wichtig: Es gibt tatsächlich Mitarbeiter an der Telekom-Endgerätehotline 01805-1990, die steif und fest behaupten, dass das W723V von AVM sei. Das ist - entweder aus Unwissenheit oder mit kühler Berechnung - schlichtweg gelogen. Wie weiter oben bereits erwähnt, hat AVM nicht das geringste mit diesem reinen "Made in China"-Produkt zu tun.

Dienstag, 15. März 2011

Sind wir, was Götter gnädig uns gewährt, Unglücklichen nicht zu erstatten schuldig?

Selbst wenn man einen festen Job hat wünscht man sich manchmal, man könnte mehr tun - für die Gesellschaft da sein. Am besten geht dies wohl im Rahmen eines Ehrenamtes.

Vor einigen Wochen kopierte jemand in einem Forum, auf meine Anfrage hin, eine Liste in's Thema, auf der verschiedene Organisationen aufgelistet waren, die zwischen Freiwilligen und Institutionen vermitteln. Ich schrieb 2 davon an, eine davon meldete sich zurück und lud mich ein.

Schon am nächsten Tag (heute) hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem Kindergarten und darf dort ab 23. März 2011 an 2 Tagen in der Woche für ca. 3,5 Stunden mit Kindern lesen, wandern und singen. Für mich wird ein Traum wahr, denn ich liebe Kinder über alles.

Ende März habe ich außerdem noch ein Gespräch mit einer Dame, die in Krankenhäusern Besuchsdienste organisiert. Ich hätte dann die Möglichkeit Kinder am Krankenbett zu besuchen und ihnen z. B. etwas vorzulesen oder mit ihnen zu spielen wenn sie sich kräftig genug dafür fühlen. Ebenfalls für insgesamt 7 Stunden pro Woche.

Auf diesem Weg hoffe ich, etwas von dem Glück, dass ich in den letzten Jahren erfahren durfte, an andere weitergeben zu können. Ein Dankeschön an den Herrn, denn wir sind es ihm schuldig.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Tag 3 in Namibia - Auf dem Weg zur Atlantikküste

Es war eine Horrornacht, aber es sollte die einzige während unserer Rundreise bleiben. Zum Glück.

Als ich den Vorhang zur Seite ziehe, stehen 2 Antilopen vor dem Fenster. Ich sage Fünkchen, dass wir Besuch haben, aber sie glaubt es zunächst nicht. Dann kommt sie doch zum Fenster. Wir versuchen noch, beide Tiere mit der Kamera zu erwischen, aber richtig gut gelingt uns das nicht.


Beim Frühstück erzählen wir natürlich was in der Nacht passiert ist. Malise lauscht unserer Erzählung und überlegt einen Moment. An einen Skorpion glauben wir alle nicht so recht, aber es könnte eine Art Spinne gewesen sein, meint er. Auch das Buch mit allen möglichen Krabbeltieren der Welt, welches Malise immer im Bus dabei hat, bringt uns nicht weiter.

Nun geht es weiter Richtung Osten. Durch Regenfälle in den Bergen ist unser direkter Weg unterbrochen und wir laufen ein paar Meter durch das Flussbett. Dabei machen wir Fotos vom Sand, der durch das Wasser besondere Formen angenommen hat. Malise nimmt dann, durch die Natur erzwungen, einen Umweg, der uns ca. 1 Stunde Zeit kostet.

Wir kommen auch wieder an der Talsperre vorbei. Diesmal können wir aber die Straße nebenan benutzen.




Am Mittag machen wir Rast in Aus, wo wir uns auf die Terrasse des einzigen Restaurants setzen und etwas trinken.



Kurz vor Aus haben wir übrigens noch an einer Fleischerei gehalten und Biltong probiert. Ein ganz leckeres Trockenfleisch, welches es überall in Namibia zu kaufen gibt und sich wunderbar für lange Autoreisen eignet. Wir hatten es uns schon am 1. Tag in einem Supermarkt gekauft. Fünkchen hat sich dann überzeugen lassen es auch zu probieren und sich später sogar noch 2 Tüten mit nach Deutschland genommen.



Nun geht es weiter Richtung Pazifik und wir erreichen nach einiger Zeit den Ort Lüderitz an der Küste. Schlagartig ist es frisch und bewölkt. So ging es aber auch anderen Touristen, die ihre Ankunft in Lüderitz beschrieben.

Das Hotel selbst ist schön und unser Zimmer hat echten Meerblick, denn das Hotel und das Meer trennt nur 1 Meter und wir können vom Balkon direkt gerade hinunter auf die riesigen Steine schauen, an denen die Wellen gebrochen werden. Dass die Betten getrennt voneinander standen fand ich allerdings blöd.

Was hier ein wenig stört ist die Abgelegenheit des Hotels. Man sollte nur in Gruppen in Richtung Innenstadt gehen, denn überall stehen windige Gestalten herum die dir irgendetwas verkaufen oder irgendetwas haben wollen. Nur nicht stehenbleiben! Malise empfiehlt uns auch, dass wir nur bis zum Hafen (etwa 10/15 Minuten Fußweg) entfernt gehen, aber nicht weiter hinaus. Dort wäre es für Touristen nicht sicher genug. Zumindest mich beschleicht ein mulmiges Gefühl.

Wir waren natürlich auch am Hafen, aber auf dem Rückweg liefen uns 2x Kinder hinterher und wir verstanden nicht so recht was sie wollten - wahrscheinlich Geld. Mir gefiel dieser Ort überhaupt nicht und ich war froh, dass wir am nächsten Tag weiterreisten. 

Der Tag davor ... 

Der Tag danach ...

Mittwoch, 2. Februar 2011

Der 2. Tag in Namibia - Ab in den Süden

Das 1. Frühstück in Namibia und wird sind dabei nicht 10 km über dem Boden wie noch am Vortag. Die 1. Nacht in Namibia war toll und der Sonnenaufgang ist wunderschön. Viele neue Geräusche. Wir haben nun 2 Wochen lang jeden Tag ein Frühstücksbuffet. Dieses hier, in der Anib Lodge, nehmen wir draußen ein. Das Wetter ist wunderschön und die Luft trotz der frühen Stunde schon sehr mild.

Tipp: In der Anib Lodge gibt es schöne Safari-Lederhüte. An solche Hüte kamen wir während unserer Rundreise erst in Swapokmund wieder. Hätte ich das gewusst, hätte ich ihn bereits in der Anib-Lodge gekauft. So aber dachte ich, ich finde noch etwas besseres und man soll ja nicht gleich das erstbeste nehmen was man sieht. So dachte ich zumindest.

Nach dem Frühstück Aufbruch Richtung Fish Canyon River und 2. Lodge. Auf dem Weg dorthin schon nach kurzer Fahrt ein Stopp. Malise erklärt uns auf einer Karte die geologischen und geografischen Eigenheiten von Namibia, und warum es dort so aussieht und dort so. Ein sehr interessanter Beitrag!

Weiter geht es zum Köcherbaumwald. Den Namen trägt diese von seltsamen Steinen und den Bäumen, die eine Gattung der Aloen darstellen (Aloe Vera - dämmerts?). Aus bzw. in den Stämmen dieser Bäume - auf Afrikaans "Kokerboom" - stellten die Ureinwohner ihre Pfeilköcher her. Als erste Europäer das heutige Namibia erreichten, nannten sie die Bäume nach diesem Zweck: Köcherbäume.

Außerdem wird man dort von seltsamen Skulpturen begrüßt. Es scheint eine Art Kunst zu sein, der tiefere Sinn erschloss sich jedoch nicht.


Weiter geht es Richtung Tagesziel. Dabei überqueren wir auch eine Talsperre, weil die parallel verlaufende Straße nach Überflutung gesperrt ist. Das Wasser kommt aus den Bergen, wo teilweise viel mehr Regen niedergeht als in den flachen Steppen.

Auf der Weiterfahrt sehen wir auch einen der sehr langen und sehr seltenen Güterzüge, der sich extrem langsam durch die endlos scheinende Steppe zieht. Auch Springböcke sind immer wieder entlang der Strecke zu sehen. Ebenso Strauße und Perlhühner.

Gegen 15 Uhr erreichen wir das Canon Roadhouse. Das ist zwar noch nicht unser Ziel, aber es bietet ein sehr schönes Fotomotiv und die Möglichkeit auf ein kühles und prickelndes Getränk - abgesehen vom kalten Wasser ohne Kohlensäure im Bus.


Weiter geht es Richtung Fish River Canyon - dem zweitgrößten Canyon der Welt (direkt nach dem Grand Canyon in den USA). Wir erreichen ihn gegen 16 Uhr und gleichzeitig auch den absolut südlichsten Punkt unserer Namibia-Rundreise. Er ist wirklich gigantisch und verdammt tief. Unser Reiseleiter ermahnt uns, nicht zu dicht an den Abgrundrand zu gehen und erzählt uns auch von Touristen, die nicht mehr lebend zurückkehrten. Uns wird schon ein wenig mulmig und ich achte darauf, dass Fünkchen immer in meiner Nähe bleibt.

Auf der anderen Seite des Canyon sehen wir eine schwarze Gewitterfront. Sie wird uns erst einholen, wenn wir schon in der Lodge sind. Diese erreichen wir gegen 18 Uhr. Die Lodge nennt sich Cañon Village und sieht aus wie eine Westernstadt. Die Bungalows sind als riesiger Kreis unterhalb gigantischer Felsformationen angeordnet. Es gibt auch einen Swimmingpool, aber das Wetter spielt nicht so recht mit.

Eigentlich ist noch ein Ausflug auf einen nahen Felsen geplant, doch schon nach 500 Metern erreicht uns besagtes Gewitter und wir flüchten zurück zur Lodge. Dort entstehen dann fantastische Aufnahmen vom Gewitter - in Kombination mit den Wolken, der Sonne, dem Regen und mehreren Regenbögen übereinander. Das habe ich in Europa noch nie gesehen.




Später gehen wir in unsere Hütte (Bungalow) und essen etwas und trinken Tee. Einen Wasserkocher und Tee gibt es in fast allen Lodges und Hotels in denen wir in den 2 Wochen übernachten.

Am Abend noch ein kurzer Abstecher ins Hauptgebäude um nach Souvenirs zu schauen. Wir finden beide eine Kleinigkeit. Auf dem Rückweg begegnen wir Malise. Er zeigt uns einen toten Skorpion. Es ist ein kleiner Skorpion. Er soll gefährlich sein und gegen sein Gift soll es noch kein Mittel geben. Uns wird bei diesen Worten wirklich anders!




In der Nacht dann der Horror. Fünkchen weckt mich und ruft, dass etwas riesiges auf ihrer Hand gesessen habe und sie konnte es in einer Reflexhandlung von selbiger runterschießen. Nun krabbelt es auf dem Boden herum. Es macht leise klappernde Geräusche beim Laufen. Durch die Tür kann es nicht gekommen sein, dafür ist es zu groß. Dann sehe ich es. Es bewegt sich schnell über den Boden durch den Raum, aber es ist beim besten Willen (trotz Licht) nicht zu erkennen worum es sich handelt. Ich nehme einen Schuh in jede Hand - zu allem bereit. Das Ding kommt zurück. Ich schlage mehrmals darauf ein. Tot. Es bleibt liegen wo ich es erschlagen habe.

Wir können in dieser Nacht beide nicht mehr schlafen und lassen das Licht brennen. Fünkchen hat Angst und sie tut mir leid. Ich versuche locker zu wirken und das ganze herunterzuspielen, aber in mir schlägt auch ein zweites - ängstliches - Herz. Irgendwann nicken wir dann doch wieder ein.


Dienstag, 1. Februar 2011

Ankunft in Namibia

Gegen 2 Uhr Morgens sehe ich in Richtung Süd-Süd-Ost einen extrem hellen Stern (nicht der Mond). Nach meiner Rückkehr in Deutschland nutze ich Stellarium und sehe, dass es die Venus war. Auf der südlichen Halbkugel der Morgenstern - im Norden der Abendstern. Frühstück gegen 05:30 Uhr. 

Der Landeanflug ist etwas merkwürdig. Der Pilot bringt den Vogel mehrmals in eine ziemliche Schieflage um die Flugbahn zu korrigieren. Fünkchen nimmt meine Hand. Pünktlich um 07:25 Uhr Ortszeit in Windhoek setzen wir auf.

Die Stewardessen winken zum Abschied. Vielleicht sind sie aber auch nur froh, dass sie uns los sind.

Die Passkontrolle geht zügig voran. Als man die Fluggäste bemerkt, werden sofort 2 weitere Sicherheitsschleusen geöffnet. Dahinter wartet unser Reiseführer Malise (gespr. Mällis).

Erste Erkenntnis: Inkl. Reiseleiter sind wir nur 8 Leute auf dieser 2-wöchigen Rundreise. Sehr angenehm. Grund: Regenzeit. Realität: Schönes Wetter fast jeden Tag und viel Action wenn es dann doch mal runterkommt. Später mehr dazu.

Zweite Erkenntnis: Wir müssen sofort Geld tauschen. Am Flughafen ist das günstig.

Der kleine Reisebus für max. 12 Personen (inkl. Fahrer) wartet bereits vor dem Flughafen. Malise ist nicht nur Reiseleiter, sondern auch unser Fahrer, der Mechaniker und der Ansprechpartner für alle Probleme während der Reise.

1. Stopp ist Windhoek. Wir parken im Zentrum und gehen in ein Restaurant. Dort Begrüßung und Besprechung der Reiseroute in der 1. Woche. Man stellt sich gegenseitig vor. Danach bekommen wir 2 Stunden Zeit uns in Windhoek umzuschauen. Bis auf viele schöne dunkelhäutige Menschen zunächst nichts besonderes.

Wiedersehen am Bus. Es geht Richtung Süden. Zwischenstopp in Kalkrand. Viele Kinder die sich gern fotografieren lassen. Außerdem ein Eselgespann. Namibische Bezeichnung: Kalahari Ferrari. Es gelingen tolle Aufnahmen von Mensch und Tier.

Weiterfahrt Richtung Anib Lodge, die wir gegen 15:45 Uhr erreichen. Nach kurzer Einführung und Zimmerbezug (wunderschön!) legen wir uns an den Swimmingpool. Wir sind allein. Wie gesagt: Regenzeit - mit viel Sonnenschein!



Danach Rundgang durch die Lodge - bewaffnet mit unseren Kameras. Später auf dem Zimmer kleines Abendbrot mit mitgebrachten bzw. unterwegs gekauften Sachen. Die ersten Karten Richtung Heimat werden geschrieben und später an der Rezeption abgegeben. Nicht alle Karten kommen an. Die, die ankommen, brauchen 4 Wochen.

Der Tag davor ... 

Der Tag danach ...

Aufbruch nach Namibia

Nachts kaum geschlafen - am Morgen dann verschlafen. Fünkchen war zu Recht sauer auf mich. Trotzdem hatten wir noch ausreichend Zeit um den Flughafen in Frankfurt/Main zu erreichen, denn ich hatte extra einen frühen Zug ausgewählt - sicher ist sicher.

Auf dem Flughafen gegen 16 Uhr angekommen und zunächst den Check-In-Schalter von Air Namibia gesucht. Der öffnete sogar schon 20 Minuten nachdem wir den Flughafen betreten hatten und wir waren die ersten die ihre Boardkarten erhielten. Sind dann noch lange Zeit auf dem Flughafen herumgeschlendert. Für mich eine unruhige Zeit, da es mein 1. Flug überhaupt war - und dann gleich 10 Stunden (deshalb auch die schlaflose Nacht zuvor).

Gegen 19:50 Uhr Beginn des "Boarding". 20:10 Uhr "Boarding" bereits abgeschlossen - Maschine startet 15 Minuten früher. Fünkchen nimmt meine Hand um mich zu beruhigen - es wirkt! Wir heben ab - ich bleibe ruhig. Tiefe Atemzüge helfen.

Nach dem Start gibt es alkoholische Getränke - Fünkchen genehmigt sich gleich mehrere. Gegen 22:10 Uhr wird das Abendbrot an Board serviert - besser als sein Ruf.

Später gehen alle Lichter nach und nach aus. Das Flugzeug ist nicht mal bis zur Hälfte belegt. In Namibia herrscht "Regenzeit" - nicht beliebt bei Deutschen.

Fünkchen legt sich schlafen - Platz ist genug im Flugzeug. Ich bleibe sitzen und lese. Bei minimalen Turbulenzen gerate ich leicht in Panik, bleibe aber ruhig. Fünkchen schläft tief und völlig unbeeindruckt. Schaffe es trotz aller Ängste ein paar Stunden zu schlafen. Besonders bequem ist es natürlich nicht, aber ich bin dankbar, dass das Flugzeug nicht voll ist.