Mittwoch, 20. April 2011

Trojaner der eine offizielle Handlung des BKA vortäuscht kann entfernt werden.

Es geht schon seit Ende des letzten Jahres durch die Presse und auch im Internet sind die Seiten voll davon: Eine Computersperre die angeblich vom BKA kommt, macht PC und Benutzer fast handlungsunfähig.

Viele geraten beim aufploppen der Vollbild-Meldung in pure Panik. 100,- Euro sollen sie über einen anonymen Bezahldienst überweisen weil sie Kinderpornos angeschaut haben. Andernfalls wird die Festplatte nach 24 Stunden formatiert.

Wie dieser Trojaner auf die Computer gelangt - sprich - auf welchen Seiten sich die Leute dieses Teil einfangen, ist mir persönlich ein Rätsel. Auf jeden Fall geschieht es durch den Download von Programmen auf nicht ganz seriösen Seiten. Und: Besonders Benutzer mit Windows XP scheinen betroffen. Unter Windows 7 wurde dieser Trojaner schon identifiziert und scheint keine Möglichkeit mehr zu haben Schaden anzurichten.

Dennoch sind auch heute noch (über ein halbes Jahr nach den ersten Meldungen) frische Forumeinträge zu finden, wo User um dringende Hilfe bitten, weil sie vom "BKA"-Trojaner erwischt wurden.

Es gibt derzeit mind. 2 mir bekannte Möglichkeiten den Trojaner zu entfernen. 

Zum einen kann man den PC auf einen früheren Zustand zurücksetzen und so den Trojaner entfernen - das soll lt. Foreneinträgen in vielen Fällen erfolgreich gewesen sein. Zum anderen kann man aber auch kostenlose Rettungs-CDs von verschiedenen Anbietern herunterladen und sich auf eine CD brennen. Hier liegt die Erfolgsquote lt. Foreneinträgen auch sehr hoch. Auch wenn man nicht betroffen ist: Es kann nie schaden, sich eine solche CD schon vorab zu brennen. Wenn man sie dann doch nicht benötigt - umso besser. Dabei verliert man auch nur ein paar ct. Besser als wenn die ganze Platte pfutsch ist.

Donnerstag, 14. April 2011

In's rechte Licht gerückt: Software zur Foto-Nachbearbeitung

Wer wirklich gern fotografiert und mit seiner guten Kamera nicht einfach nur "in die Luft schießt" sondern Motive sucht bzw. auf besondere Motive wartet, der kann Verwandten und Bekannten tolle Ergebnisse präsentieren: Der Elefant in Afrika, die alte Dampflok auf Sonderfahrt oder das eigene Haustier in einer komischen Situation.

Doch oft macht einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung oder Wolken reflektieren das Sonnenlicht zu stark. Kein Problem, denn es gibt Software zum nachbearbeiten. So kann man z. b. die Farben auffrischen, das Rauschen fast komplett entfernen oder sich durch das Bild bewegende Objekte entfernen.

Aus 10 Jahren Fotografie möchte ich euch kurz meine persönlichen Software-Favoriten für die Nachbearbeitung vorstellen - jeweils in der tagesaktuellen Version:

Die kostenlose Antwort auf die Adobe Photoshop-Reihe. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber vom Umfang her schon sehr professionell.

Wer oft Gebäude (z. B. Kirchen) fotografiert, wird sich hier und da ärgern, wenn z. B. der Kirchturm schief wirkt. Dieses Freeware-Programm korrigiert schiefe Gebäude vollautomatisch.

Picasa ist von Google und ebenfalls kostenlos. Es ist nicht nur ein super Foto-Verwaltungsprogramm mit GPS-Kartenansicht, sondern korrigiert auch Fotos die mit einer schief gehaltenen Kamera entstanden. Auch Schärfe, Kontrast, Helligkeit und andere Bildeigenschaften lassen sich komfortabel ändern.
Dieses schon etwas ältere Programm reduziert das Rauschen auf Fotos die in der Nacht gemacht wurden. Aber auch im blauen Himmel ist das s. g. Luminanzrauschen oft zu finden.

Mit diesem Programm lassen sich aus den Fotos schöne HDR-Bilder zaubern. In verschiedenen Tests schnitt dieses Tool - in seiner Klasse - am besten ab.

Das ist gewissermaßen der kleine Bruder von Adobe Photoshop CS5 und kostet rund 60,- Euro. Mit ihm lassen sich ebenfalls Fotos komfortabel verwalten. Außerdem bietet er eine Menge Bearbeitungsmöglichkeiten und Filter.

Das Profiprogramm für Fotografen. Für Schüler, Berufsschüler, Studenten und Lehrer gibt es dieses Programm schon ab rund 210,- Euro (mit Nachweis). Lasst es euch von Eltern und Großeltern zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken. Der Rest muss rund 1000,- Euro investieren. Damit lassen sich umfangreiche Änderungen und Verbesserungen an Fotos vornehmen. Es gibt massenhaft Einstellungsmöglichkeiten und Filter.

Freitag, 1. April 2011

VDSL - Speedport W723V oder W920V?

VDSL wird immer beliebter und die Telekom baut es weiterhin zügig aus. DSL-Leitungen hingegen werden nur noch sporadisch bzw. nicht mehr vorangetrieben. Mein DSL-Anschluss gab schon seit Jahren nur max. 3000 her. Ausbaugebiete und Verfügbarkeit

Seit 31. März 2011 bin auch ich stolzer Besitzer einer VDSL50-Leitung. Real erreiche ich damit Downloadgeschwindigkeiten von derzeit bis zu 5.60 MB/s. Das ist noch nicht die Grenze, aber schon verdammt viel.

Für VDSL benötigt man spezielle Hardware. Aktuell bietet die Telekom z. B. das Speedport W723V und das W920V an - letzeres zum Kauf für 199,- Euro oder zur Miete für 3,94 Euro pro Monat (für die ersten 24 Monate). Das W723V gibt es für 149,- Euro zum Kauf und für 2,94 Euro zur Miete.

Doch welches der beiden Geräte soll man nehmen? Meine Meinung stand schnell fest, denn ich hatte mir beide Geräte zusenden lassen um sie zu vergleichen.

Während das W920V aus dem Hause AVM in Berlin kommt (Fritz!Box), wurde das W723V beim chinesischen Unternehmen Huawei Technologies Co. Ltd. in Auftrag gegeben. Und dies spiegelt sich auch in der Qualität wieder. Wer beide Geräte nebeneinanderstellt, anfasst und ausprobiert, wird schnell merken, dass der deutsche AVM-Ableger deutlich besser abschneidet als sein fernöstlicher Kollege.

Das W723V ist zwar etwas neuer, aber definitiv nicht besser als das W920V - ja nicht mal gleich gut. Das ist allerdings nur meine Meinung. Warum? Das W920V macht in folgenden Punkten eindeutig die bessere Figur:
  • Verarbeitung des Gehäuses wirkt deutlich solider, fester und stabiler
  • Es wird nicht so heiß wie das W723V
  • Es bietet mehr Funktionen
  • Die Benutzeroberfläche (speedport.ip) wirkt ordentlicher und moderner
  • Es erreicht minimal höhere Down- und Uploadgeschwindigkeiten und einen besseren Ping
  • Die mitgelieferten Kabel wirken hochwertiger und stabiler
Wer sich für das W920V entscheidet und dies zur Miete nimmt, zahlt auf 2 Jahre gerechnet zwar 24,- Euro mehr, aber für mich spielt in diesem Falle die deutsche Qualität eindeutig die größere Rolle.

Das W723V habe ich heute retourniert und das W920V macht sich gut in meinem Wohnzimmer.

Wichtig: Es gibt tatsächlich Mitarbeiter an der Telekom-Endgerätehotline 01805-1990, die steif und fest behaupten, dass das W723V von AVM sei. Das ist - entweder aus Unwissenheit oder mit kühler Berechnung - schlichtweg gelogen. Wie weiter oben bereits erwähnt, hat AVM nicht das geringste mit diesem reinen "Made in China"-Produkt zu tun.