Donnerstag, 30. Juni 2011

Richtiges Verhalten während einer Polizeikontrolle

Theoretisch sehen Autofahrer die Notwendigkeit von Verkehrskontrollen durch die Polizei ein, aber wenn es einen selbst trifft ist man schon mal genervt, vor allem wenn man sicher ist völlig korrekt gefahren zu sein - in einem Auto im Topzustand - und getrunken hat man auch nichts. Manche sehen die Polizeikontrolle als persönlichen Angriff, andere werden total nervös wenn sie rausgewunken werden, vor allem wenn die Beamten, wie in manchen Bundesländern inzwischen üblich, die Hand an der Waffe haben.

Damit jetzt nichts schief geht und keine gefährliche Situation entsteht, gibt's ein paar ganz einfache Regeln:

Wenn die Polizisten auf euer Auto zukommen, als Erstes den Motor abschalten und das Seitenfenster öffnen. Macht das Radio aus und, wenn es dunkel ist, die Innenbeleuchtung an. Dann bleibt euch das peinliche „mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchten“ erspart.

Bleibt ruhig sitzen, legt beide Hände gut sichtbar auf das Lenkrad und wartet ab was die Beamten von euch wollen. Abwarten ist das absolut Wichtigste! Völlig falsch in dieser Situation: Unaufgefordert aussteigen oder nach den Papieren wühlen, im Handschuhfach, der Jacke, Tasche oder unter dem Sitz. Die Polizei kann nicht wissen, ob ihr nicht nach einer Waffe greift und ihr wisst nicht, ob nicht vielleicht gerade eine Großfahndung nach einem Schwerverbrecher läuft.

Deshalb: Kündigt an, was ihr tun werdet. Zum Beispiel: „Ich hab meine Papiere in der Innentasche meiner Jacke, die müsste ich jetzt vom Beifahrersitz nehmen“. Vermeidet hektische, schnelle Bewegungen. Wenn ihr nicht allein unterwegs seid, macht auch den Mitfahrern klar, wie sie sich verhalten sollen. Auch wenn die vielleicht was getrunken haben und in Partylaune sind; lasst euch bloß nicht aufhetzen oder nervös machen! Bleibt einfach ruhig und konzentriert. Dann ist so eine Kontrolle in der Regel ziemlich schnell gegessen und ihr könnt wieder tief durchatmen und weiterfahren.

Wer einen Waffenschein (egal ob für Schreckschuss oder Scharfe) besitzt und die dazu gehörende Waffe bei sich am Körper trägt, bzw. im Fahrzeug hat, muss das dem Beamten sofort sagen, bevor dieser eine Leibesvisitation oder Fahrzeugdurchsuchung durchführt und die Waffe selbst entdeckt. Nicht sagen: "He Sie! Ich trage eine Waffe!" Das wirkt provozierend! Besser: "Entschuldigen Sie bitte. Ich besitze einen kleinen Waffenschein und trage die dazugehörige Waffe unter meiner Jacke/unter dem Pullover/habe die Waffe im Handschuhfach." Dann weiß der Beamte sofort, woran er ist! Während ihr das dem Polizisten sagt, unbedingt die Hände ruhig halten und weitere Anweisungen des Beamten abwarten!


Wenn ihr ein reines Gewissen und alle nötigen Papiere habt, kann euch nichts passieren, solange ihr das tut, was der Beamte verlangt. Ich weiß, wovon ich spreche! Und: Ein freundliches und ungezwungenes Lächeln in Richtung Beamter kann nie falsch sein.

Sonntag, 26. Juni 2011

Aktion Mediamarkt vs. Internet - ohne Sinn? Oder gibt es doch einen Vorteil?

Grundsätzlich ist die aktuelle Aktion von MediaMarkt, die noch bis zum 30.06.2011 läuft, nicht schlecht: Man sucht sich auf mediamarkt.de seinen Fernseher aus, geht auf idealo.de um den Preis zu vergleichen, druckt die Seite aus, nimmt sie mit zum nächsten MediaMarkt und bekommt den Fernseher zum billigsten Onlinepreis. Wie gesagt: Grundsätzlich nicht schlecht - im Endeffekt aber sinnlos.

Das Problem ist, dass ich die meisten Fernsehgeräte bei Amazon.de und Cyberport.de (um nur 2 der günstigen Onlineshops zu nennen) ohne Versandkosten bestellen kann und das Fernsehgerät sogar bis hinter die Wohnungstür geliefert bekomme. Was also bringt es, seinen Fernseher im MediaMarkt zu kaufen?

Evtl. 2 Vorteile: 1. Man hat einen Ansprechpartner direkt vor Ort, wobei die Fachberatung doch oft zu wünschen übrig lässt und auch die Mitarbeiter im ServiceCenter nicht immer auf Zack sind.

Und: 2. (wenn man einen Sony-Fernseher kauft): MediaMarkt ist, wie viele Einzelhändler, Mitglied im Sony-Programm. Das bedeutet, dass die Garantie seitens Sony für z. B. einen Bravia-Fernseher um ein weiteres Jahr auf 2 Jahre verlängert wird - ohne Aufpreis oder Haken. Was man dafür tun muss? Den Fernseher bei einem Einzelhändler (z. B. MediaMarkt) kaufen und das Gerät innerhalb von 8 Wochen nach Kauf auf Sony.de registrieren. Das klingt wirklich verlockend, wenn man überlegt, dass ab dem 2. Jahr im Normalfall nur die Gewährleistung greift und eine Garantieverlängerung sonst Geld kostet.

Aber: Amazon, Cyberport-Store (nicht der Onlineshop) und der T-Online-Onlineshop gehören u. a. auch dazu. Somit ergibt sich kein echter Vorteil, wenn man bei MediaMarkt kauft, da es für Fernsehgeräte ab 37 Zoll sowieso einen Vor-Ort-Service seitens Sony und anderen Herstellern gibt.

Samstag, 25. Juni 2011

Bolide oder Weltraumschrott verglüht über Sachsen und die ISS folgt auf dem Fuße - Himmelsaufnahmen vom 24. Juni 2011

Am Abend des 24. Juni 2011 stand ich mit meiner Kamera (EOS 500D) wenige Meter vom Schloss Moritzburg entfernt und richtete das Objektiv (18-55mm) halb auf das Ufer, halb in den Nachthimmel.

Geplant war eigentlich nur eine Langzeitaufnahme von vorbeifahrenden Fahrzeugen. Dann sah ich auch eines, drückte auf den Kabel-Fernauslöser und ließ den Knopf einrasten. Die ersten 10 Sekunden waren völlig unspektakulär, doch plötzlich sah ich einen riesigen Feuerschweif der sich extrem langsam und kerzengerade aus Süden kommend in Richtung Norden bewegte (also hinter dem aufgenommenen Fahrzeug) und dabei stetig an Höhe verlor. Ich schaute wie gebannt auf dieses Schauspiel, welches mind. 10 Sekunden dauerte. Dann verglühte der inzwischen sehr groß gewordene Feuerschweif über dem Moritzburger Wald (Blickrichtung Auer). Nach 32 Sekunden stoppte ich die Bulb-Aufnahme.

Doch damit nicht genug. Wenige Augenblicke später kam aus jener Richtung, in welcher das Objekt kurz zuvor verglüht war, ein gleißend heller weißer Punkt ruhig und gerade in meine Richtung geflogen. Lt. ESA war es tatsächlich die ISS, die ich sah. Ich drückte sofort den Kabelfernauslöser und hielt ihn gedrückt. Leider behinderten mich die Bäume. Ich wechselte schnell die Position, konnte sie jedoch nur noch kurz aufzeichnen, ehe sie am südlichen Horizont (Blickrichtung Dresden) verschwand.


Das 1. Foto zeigt das Objekt, das man sich in der Realität allerdings kräftiger vorstellen muss (ich habe aus der Totalen (18mm) heraus aufgenommen, da ich nicht mit soetwas gerechnet habe). Da es kurz nach dem auftauchen hinter dem Baum verglühte, genügte die Zeit nicht, dass sich der Endpunkt seiner Reise festhalten ließ.

Auf dem Foto ist am oberen Bildrand eine runde rötliche Verfärbung am Himmel zu erkennen. Wahrscheinlich der Eintrittspunkt in die Erdatmosphäre, denn genau dort begann er auch sichtbar zu werden.

Nachtrag vom 28.06.2011: Lt. Expertenmeinungen kann es sich "nur" um einen Boliden oder um Weltraumschrott gehandelt haben. Beides sehr selten dokumentierte Phänomene. Ein Asteroid ist eher unwahrscheinlich. Mit 2011 MD, der 3 Tage später die Erde passierte, hatte die Erscheinung nichts zu tun.

Auf dem 2. Foto die ISS, wie sie ruhig und gerade mit gleichbleibender Lichtstärke (durch die Sonne angestrahlt) Moritzburg überquert.