Montag, 24. Oktober 2011

Wer Schiller nah sein möchte: Er liegt unter dem Jakobskirchhof zu Weimar

Wie man vor einigen Jahren mit DNA-Tests feststellte, lagen in Schillers Sarg nicht seine Gebeine, sondern die eines Fremden.

Für mich war sofort klar: Dann wurden Jahre nach Schillers Tod die falschen Knochen und Schädel aus dem Kassengewölbe unter dem Jakobskirchhof exhumiert und seine sterblichen Überreste gingen verloren, als der Kirchhof Mitte des 19. Jahrhunderts teilweise (inkl. Kassengewölbe) eingeebnet wurde. So sieht es heute auch die Wissenschaft.

Wer Schiller die letzte Ehre erweisen möchte: Gehen Sie zum Nachbau des Kassengewölbe-Einganges auf dem Jakobskirchhof in Weimar und halten Sie einen Moment inne. Dann sind Sie ihm wahrlich nahe.

Und besuchen Sie doch gleich noch Frau Christiane Geheimerath von Goethe (geb. Vulpius). Das Grab der lebenslustigen und herzlichen Frau an Goethes Seite befindet sich nur wenige Schritte entfernt.

Mittwoch, 19. Oktober 2011

"A Night To Remember" auf Straße E in Dresden schließt seine Pforten. Closing-Party am 22.10.2011

Es spukte schon durch die Presse, aber wirklich klare Aussagen bekam man über die Google-Suche nicht. Doch nun ist es amtlich. Nach 11 Jahren endet "A Night To Remember" auf Straße E. Die Veranstaltung hatte schon seit Jahren mit schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen. Noch 2008 war das Haus voll und auch der Schlagerbereich noch offen und sehr gut besucht. Doch dann wurden 2009, 2010 und 2011 mehrere neue Clubs im Innenstadtbereich eröffnet und die Straße E blutete aus, was man auch daran merkte, dass bei "ANTR" immer mehr Floors geschlossen blieben. Zuletzt waren nur noch 2 Floors offen.

Nun das endgültige Aus für viele Veranstaltungen auf der Straße E. Der Bunker wird durch einen neuen Betreiber weitergeführt und bleibt offen. Das Eventwerk (Showboxx/Alte Reithalle) gehört nicht zum Betreiber der Straße E und ist demnach auch nicht betroffen.

Die letzte "A Night To Remember findet lt. Straße E Eventmanagement GmbH, welche am 2. August 2011 Insolvenz anmeldete, am 22. Oktober 2011 statt. Danach ist Schicht im Schacht und eine großes Stück Kulturgeschichte verschwindet aus dem Dresdener Stadtbild. Schade drum.